Bei der Lufthansa begehren nach den Piloten auch die Kabinenbeschäftigten auf - DER SPIEGEL
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Bei der Lufthansa begehren nach den Piloten auch die Kabinenbeschäftigten auf

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach der Streikdrohung ihrer Piloten droht der Deutschen Lufthansa ein weiterer Konflikt mit einer wichtigen Beschäftigtengruppe: den Flugbegleitern. Der Vorstand möchte im Rahmen seines Sparprogramms "Climb 2011" auf Langstreckenflügen die Zahl der Kabinenmitarbeiter verringern. So soll zum Beispiel auf Strecken, bei denen Airbus- Modelle vom Typ A330, A340 oder Boeing-Jumbos zum Einsatz kommen, künftig ein Passagierbetreuer weniger mitfliegen. Stattdessen sollte zunächst einer der beiden Kabinenchefs, der sogenannte Purser 2, Service-Aufgaben mit übernehmen. Die Führungskräfte sind bislang in die Bewirtung der Fluggäste nicht eingebunden und vor allem mit Organisations- und Überwachungsaufgaben sowie der Betreuung wichtiger Statuskunden betraut. Doch die selbstbewussten Flugbegleiter wollten das nicht hinnehmen. Gerade weil die Lufthansa im Vergleich zu großen arabischen oder asiatischen Airlines bei der Qualität des Essens und der Ausstattung der Kabine inzwischen stark abfalle, argumentieren sie, müssten Top- Kunden besonders intensiv von ihnen umsorgt werden. Außerdem fürchten sie, bei einer Umsetzung des Vorhabens könnten künftig weniger neue Stewardessen eingestellt werden. Ein Lufthansa-Sprecher betont, dass inzwischen auch andere große Fluggesellschaften weniger Bordpersonal einsetzen. Am Dienstag dieser Woche will Lufthansa-Vorstand Christoph Franz den Flugbegleitern nun einen Kompromiss vorschlagen. Danach sollen die Kabinenchefs auch weiterhin kein Essen servieren müssen, dafür werden die Gerichte handlicher angeliefert. Beim Abzug einer Stewardess pro Jet soll es jedoch bleiben.