Seehofer widerspricht Röttgens Atomplänen - DER SPIEGEL
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Seehofer widerspricht Röttgens Atomplänen

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In der Union gewinnt der Streit über die Zukunft der deutschen Atomkraftwerke an Schärfe. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer widersprach im SPIEGEL den Aussagen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen, wonach die deutschen Atommeiler höchstens 40 Jahre laufen sollten. Solange die Kernkraftwerke "unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und solange sie für unseren Energiemix unverzichtbar sind, sollten wir sie am Netz lassen", sagte der CSU-Chef und fügte hinzu: "Moderne Kernkraftwerke leisten einen Beitrag zur Reduktion des Klimakillers Kohlendioxid. Das sollte auch der Bundesumweltminister im Auge behalten." Röttgen dagegen beharrt im SPIEGEL auf seinem Ausstiegsszenario: "Der einzige Weg zu einer langfristig sicheren und gesellschaftlich akzeptierten Energieversorgung führt über die erneuerbaren Energien. Sie müssen erst die Atomkraft und dann die Kohlekraftwerke bis 2050 sukzessive und am Ende komplett ersetzen. Das ist die beste Beschäftigungs- und Wachstumsstrategie für unser Land." Im Umweltministerium gibt es nach Informationen des SPIEGEL Überlegungen, im Zuge des energiepolitischen Gesamtskonzepts der Regierung die Kernkraftwerke Biblis A und Neckarwestheim 1 endgültig stillzulegen. Das Ministerium wolle damit auch ein Signal aussenden, wonach das Haus es ernst meine mit dem Abschied von der Atomenergie. Die Landesregierungen von Hessen und Baden-Württemberg, in denen die beiden Meiler stehen, drängen dagegen massiv auf einen Weiterbetrieb.