Sexuelle Belästigung nach Bundesligaspiel? - DER SPIEGEL
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Sexuelle Belästigung nach Bundesligaspiel?

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Der Vorwurf sexueller Belästigung, der gegen den Augsburger Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell, 62, erhoben wird, bezieht sich offenbar auf einen angeblichen Vorfall vom 18. Oktober 2008. Er soll sich in einem Hotel im Anschluss an das Bundesligaspiel Werder Bremen gegen Borussia Dortmund ereignet haben. Amerell, Mitglied des Schiedsrichterausschusses im Deutschen Fußball-Bund (DFB), war als Beobachter der Referees für diese Partie eingeteilt. Der Schiedsrichter dieses Spiels behauptete am 17. Dezember 2009 in einer E-Mail an den Schiedsrichter- Obmann Volker Roth, von Amerell belästigt worden zu sein. Amerell bezeichnet die Vorwürfe als "haltlos" und "aus der Luft gegriffen". Der DFB-Vizepräsident Rainer Koch trat am vorigen Mittwoch von seiner Zuständigkeit für das Schiedsrichterwesen zurück, weil Roth ihn über die Vorgänge nicht informiert habe. Roth wehrt sich gegen den Vorwurf. Er habe gemäß den Vorschriften für "besondere Umstände" direkt den DFB-Präsidenten Theo Zwanziger unterrichtet, telefonisch am 15. Januar. Zwanziger sagt, er habe sich knapp eine Woche später die Mail zeigen lassen, Ende Januar mit dem Schiedsrichter telefoniert. Daraufhin wurde Amerell beim DFB zu den Vorwürfen gehört. Während einer eigens einberufenen DFB-Präsidiumssitzung am 4. Februar habe sich Amerell telefonisch bereit erklärt, seine Ämter ruhen zu lassen, so Zwanziger.

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