Kulturbehörde stellt Termin für Elbphilharmonie-Premiere in Frage
Der Hamburger Senat bereitet sich auf eine Verschiebung der für Mai 2012 vorgesehenen Eröffnung der Elbphilharmonie vor. Deutlichstes Indiz dafür ist eine Mitteilung der Kulturbehörde gegenüber Vertretern der Wiener Philharmoniker, die als Überraschungsstars fest eingeplant waren. Die Kulturbehörde signalisierte, dass der anvisierte Termin für das Premierenfestival fraglich geworden sei und das Orchester dies in seinen Planungen berücksichtigen möge. Gegenüber dem SPIEGEL räumte die Kulturbehörde ein, sie prüfe "alternative Eröffnungsszenarien". Ein "striktes Kosten- und Qualitätsmanagement" sei jetzt "wichtiger als die Frage, wann das erste Konzert stattfindet". Offiziell hält die Stadt jedoch weiterhin an der Ver sion fest, der Prestigebau werde termigerecht eröffnet obwohl der Generalunternehmer Hochtief bereits im Januar eine Verzögerung von etwa elf Monaten als unausweichlich bezeichnet hatte. Diese Bauzeitverlängerung wird, so interne Schätzungen von Hochtief, das Projekt, das die Stadt bislang 323 Millionen Euro kosten soll, um weitere acht bis neun Millionen Euro verteuern. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit Zusatzkosten von rund 44 Millionen Euro. Die Stadt hält den größten Teil der Forderung für nicht gerechtfertigt. Das vorhandene Finanzpolster von 20 Millionen Euro für unvorhergesehene Ausgaben werde ausreichen.