Verbraucherverbände fordern weitere Kürzungen der Solarenergie-Subventionen - DER SPIEGEL
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Verbraucherverbände fordern weitere Kürzungen der Solarenergie-Subventionen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert der Vorsitzende des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, die geplanten Kürzungen bei der Solarförderung als nicht ausreichend. Das Kabinett hatte Anfang März eine Absenkung der Vergütung von Solaranlagen beschlossen. Die CSU verlangt nun jedoch weitgehende Änderungen. Die Debatte, so Billen, beinhalte "eine permanente Aufweichung" der ursprünglichen Pläne. Die Kosten für den Ökostrom, der den Betreibern von Solaranlagen vergütet wird, tragen alle Verbraucher mittels einer Umlage auf den Strompreis. Schon jetzt, so Billen, zahle ein Vierpersonenhaushalt knapp 100 Euro im Jahr für die Subventionierung von Solaranlagen, ab 2011 könnten es wegen der unerwartet großen Zahl neuer Solaranlagen 160 Euro sein. Diese Mehrbelastung der Verbraucher widerspre-che dem Ziel der Koalition, "die Bundesbürger stärker finanziell zu entlasten", schreibt Billen, sie sei "aus sozialen Gründen nicht hinnehmbar" und wegen des starken Preisverfalls für Solaranlagen "nicht erforderlich".