Pechstein fordert Schadensersatz
Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein will die Internationale Eislauf- Union (ISU) auf Schadensersatz verklagen. Das kündigt Christian Krähe, einer ihrer Anwälte, an. Es gehe dabei um entgangene Sponsorenzahlungen und um Ärzte honorare. Vor zwei Wochen hat die von der ISU wegen Blutdopings gesperrte Athletin einen Antrag auf Wiederaufnahme ihres Verfahrens beim Schweizer Bundesgericht eingereicht. Grundlage dafür sind die in der vergangenen Woche vorgestellten Untersuchungs ergebnisse von Experten der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, wonach die Auffälligkeiten in Pechsteins Blut nicht auf Doping zurückzuführen seien, sondern auf eine Zellanomalie. Bei Zweifeln am Urteil des Internationalen Sport gerichtshofs (CAS), der im November Pechsteins Sperre bestätigte, sei der Verband zur Übernahme der Kosten für weitere Untersuchungen verpflichtet gewesen, so Krähe. Pechstein habe das Geld vorgestreckt.