Anleger von Riesenradfonds wollen Banken wegen überhöhter Gebühren verklagen - DER SPIEGEL
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Anleger von Riesenradfonds wollen Banken wegen überhöhter Gebühren verklagen

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Weil sie ungewöhnlich hohe Gebühren und Provisionen kassiert haben, drohen denjenigen Banken, die den Riesenradfonds Global View auf gelegt oder finanziert haben, massive Klagen von Anlegern. Gleichzeitig sind die von Investoren beschafften 208 Millionen Euro größtenteils aufgebraucht, ohne dass ein Rad gebaut wurde. In Berlin hatte sich sogar Bürgermeister Klaus Wowereit für das Projekt einspannen lassen. Insgesamt sind 57,31 Millionen Euro an die Banken geflossen – und damit mehr als 25 Prozent. Der größte Teil, 22,1 Millionen Euro, steht dem Bankhaus Delbrück Bethmann Maffei zu, das den Fonds aufgelegt, aber nur 48 Millionen eingesammelt hat. Die Bank betont, dass wegen Kostenübernahmen und Stundungen bis heute weniger als 10 Millionen Euro geflossen seien. Für die von der Unicredit zugesagten 105 Millionen Euro sind rund 8 Millionen Euro Gebühren bezahlt worden, obwohl von dem Darlehen nur 25 Millionen Dollar ausbezahlt wurden. Die Deutsche Bank kassierte für die von ihr platzierten Fondsanteile in Höhe von 160 Millionen Euro insgesamt 19,2 Millionen Euro, was 12 Prozent entspricht. Das Institut wollte sich nicht äußern.