Kölner Stadtwerke berufen Korruptionsbeauftragten
Die durch zahlreiche Affären gebeutelten Kölner Stadtwerke wollen in Zukunft entschlossener gegen Betrug und Korruption vorgehen. Die rund 10.000 Mitarbeiter sämtlicher Stadtwerks-Töchter, zu denen auch die für den U-Bahn-Bau verantwortlichen Kölner Verkehrs-Betriebe gehören, sollen sich in Zukunft bei jedem Verdacht anonym und ohne Angst vor Repressionen an einen Ombudsmann wenden können. Dieser neutrale Korruptionsbeauftragte kann dann eigen ständig notwendige Ermittlungen und Untersuchungen bei den insgesamt sechs städtischen Betrieben einleiten. Mit dem für einen kommunalen Konzern außergewöhnlichen Schritt hoffen die Stadtwerke, milliardenschwere Folgeschäden, wie sie beim Pfusch rund um den Kölner U-Bahn-Bau aufgetreten sind, in Zukunft früher er kennen und abwenden zu können. Übernehmen wird die heikle Aufgabe der Mainzer Rechtsanwalt Volker Hoffmann, der bereits bei anderen Großunternehmen, wie etwa dem Lebensmitteldiscounter Lidl, als Vertrauensanwalt tätig ist.