Die Deutsche Bahn hat Engpässe bei Güterloks und Waggons
Bei der Deutschen Bahn gibt es offenbar nicht nur bei ICE-Schnellzügen Engpässe, sondern auch bei Güterloks und Waggons. Infolge der Wirtschaftskrise hatte die DB-Tochter Schenker Rail in Spitzenzeiten bis zu 50.000 Wagen eingemottet und auf Gleisen der DB Netz AG abgestellt. Doch inzwischen zieht das Güterverkehrsgeschäft wieder an und zwar schneller, als DB Schenker Rail die Waggons wieder auf die Schiene bekommt. Bei etlichen Wagen soll sich Rost im Bremszylinder gebildet haben, die Systeme müssen erst geprüft werden, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden können. Und nach einem Unfall im italienischen Viareggio kontrolliert die Bahn alle Radsätze besonders genau. Zum Teil seien nicht genügend neue Räder in den jewei ligen Lagern vorhanden, heißt es aus dem Unternehmen. Vor den Werkstätten des Konzerns komme es derweil zu Staus, weil auch die winterbedingten Probleme an den ICE-Zügen noch nicht alle abgearbeitet seien. Insidern zufolge mangele es vor allem an Waggons für Stahltransporte, kombinierte Verkehre und geschlossene Autotransporte. Zudem gebe es inzwischen auch bei den Lokomotiven Engpässe. Von 50 bis 100 fehlenden Güterloks ist die Rede. In dieser Woche konnten beispielsweise an einem Tag rund 180 Güterzüge nicht starten, weil es an Zugmaschinen fehlte. "Wir können derzeit nicht alle Kundenwünsche erfüllen, weil wir das Material nicht auf die Schiene kriegen", sagt ein mit dem Thema Vertrauter. Man habe das Problem erkannt, heißt es in der Konzernführung, und gehe die Sache "mit großem Nachdruck" an.