RWE rüstet sich gegen feindliche Übernahme, Kooperationsgespräche mit Shell und Vivendi - DER SPIEGEL
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RWE rüstet sich gegen feindliche Übernahme, Kooperationsgespräche mit Shell und Vivendi

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Beim Essener Stromriesen RWE bereitet sich das Management auf eine feindliche Übernahme vor. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Auf Grund der niedrigen Börsenkapitalisierung von nicht einmal 30 Milliarden Mark, so der SPIEGEL, hat das RWE-Management in den vergangenen Wochen mögliche Übernahmeszenarien geprüft. Das Ergebnis: Obwohl mehr als 30 Prozent der Anteile des Konzerns in Händen der Kommunen liegen, ist eine feindliche Übernahme nicht auszuschließen.

Auch den möglichen Angreifer hat das RWE-Management ausgemacht: den niederländisch-britischen Öl-Multi Royal Dutch Shell, der bereits mehrfach angekündigt hatte, sich im Stromgeschäft verstärken zu wollen.

Um einem möglichen Angriff vorzubeugen hat Vorstandschef Kuhnt nach Informationen des SPIEGEL bereits vor einigen Wochen Kooperationsgespräche mit Shell aufgenommen. Dabei geht es vorerst um eine Zusammenarbeit im Tankstellengeschäft. Sollten die Verhandlungen positiv verlaufen, zitiert DER SPIEGEL einen engen Berater Kuhnts, sei auch daran gedacht, über eine Zusammenarbeit in den Bereichen Gas und Öl zu sprechen.

Gleichzeitig verhandelt RWE nach Angaben des Nachrichtenmagazins auch mit dem französischen Mischkonzern Vivendi über eine Kooperation. Beide Unternehmen arbeiten bereits im Wassergeschäft in Berlin zusammen.