Hausdurchsuchung beim Deutsche-Bank-Detektiv Bühner
In der Spitzelaffäre bei der Deutschen Bank ist die Staats anwaltschaft Frankfurt mit gehöriger Verspätung aktiv geworden: Erst am 15. Februar durchsuchten die Ermittler die Wohn- und Geschäftsräume von Bernd Bühner, der Detektiv hatte bis 2007 im Auftrag des Geldinstitutes den Vorstand Hermann-Josef Lamberti sowie dessen Ehefrau und den kritischen Aktionär Michael Bohndorf bespitzelt. Bühner sagte den Ermittlern, dass er schon seit Wochen auf die Durchsuchung warte. Tatsächlich war der richterliche Durchsuchungsbeschluss bereits am 27. Oktober 2009, also fast vier Monate vor der Aktion, erwirkt worden. Die Ermittler fanden keinerlei relevante Unterlagen, wobei Bühner jedoch angab, dass eine CD-Rom mit Dokumenten bei der Deutschen Bank liege. Bislang hat die Staats anwaltschaft, so versichern Insider, jedoch noch keinerlei Anstalten gemacht, die CD-Rom von dem Geld institut zu erhalten. Der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Jörg Claude, bestätigte zwar die Durchsuchung bei Bühner, wollte jedoch zu den weiteren und insbesondere zu den bislang unterbliebenen Ermittlungsschritten keinerlei Angaben machen.