Islamwissenschaftler Kalisch verhandelt über neuen Lehrstuhl - DER SPIEGEL
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Islamwissenschaftler Kalisch verhandelt über neuen Lehrstuhl

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Der vom muslimischen Glauben abgerückte Professor für "Religion des Islam", Sven Kalisch, verhandelt mit dem Rektorat der Universität Münster über eine Umbenennung seines Lehrauftrags. Im Gespräch ist eine Professur für Religionsphilosophie oder Religionsgeschichte des Nahen Ostens. Alternativ wird auch ein Wechsel des Islamwissenschaftlers an die Philosophische Fakultät vorbereitet. In einer E-Mail an die Rektorin der Universität Münster, Ursula Nelles, schrieb Kalisch bereits am 22. März: "Ich bin mittlerweile kein Muslim mehr und möchte auch keiner mehr sein." Seine Abkehr vom islamischen Glauben bezeichnete er in der Mail als "persönliche Entscheidung". Sie sei "das Ergebnis meiner philosophischen Überlegungen und ich habe dies schon vor Monaten meiner Familie, Freunden und Kollegen mitgeteilt". Nach klassischer Sicht der Scharia verdient ein Muslim, der sich vom Glauben lossagt, die Todesstrafe. Kalisch wird besonders geschützt, seit er 2008 öffentlich bezweifelt hatte, dass der Prophet Mohammed je gelebt habe. Ein Sprecher der Universität Münster bestätigte die Verhandlungen. In Kürze würden Gespräche mit den betroffenen Dekanen geführt. Kalisch äußerte sich nicht.