Verkehrsminister Ramsauer kritisiert die Fluggesellschaften wegen Vulkanasche-Chaos
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wirft den Fluggesellschaften im SPIEGEL Mitverantwortung am Vulkanasche-Chaos vor. Es geht dabei um die Leitlinie des Uno-Zivilluftverbands ICAO, in der nicht geregelt ist, ab welcher Konzentration von Aschepartikeln in der Atmosphäre wieder geflogen werden darf. "Die ist unter Beteiligung der Verbände, insbesondere der IATA, und damit der Fluggesellschaften zustande gekommen", erklärte Ramsauer am vergangenen Wochenende dem Lufthansa- Chef Wolfgang Mayrhuber am Telefon. An deren Formulierung habe die Lufthansa doch selbst mitgewirkt, sagte er laut SPIEGEL dem Lufthansa-Chef. Wie der SPIEGEL weiter berichtet, waren es vor allem die Triebwerkshersteller, die einen solchen Grenzwert für Vulkanasche nicht benennen konnten. Erst unter dem Eindruck des Flugchaos gelang es dem Flugzeugbauer Airbus, die Hersteller zur Festlegung auf einen Grenzwert zu drängen. Bundesverkehrsminister Ramsauer hat die Industrie derweil zu weiteren Vulkanasche-Tests an Turbinen aufgefordert. Für diesen Dienstag lädt er zu einer Expertenrunde aus Behörden und Luftfahrtunternehmen nach Berlin ein. Kommende Woche dann findet ein Sondertreffen der EU-Verkehrsminister statt, wo über eine europaweite Grenzwertregelung beraten werden soll. Ramsauer zum SPIEGEL: "Die bestehenden Regeln kommen einem vor wie eine wunderbare Schalttafel, bei der es hinten keine Anschlüsse gibt."