Ex-Chef von Siemens Griechenland zahlt 1,2 Millionen EuroSchadensersatz an den Konzern - DER SPIEGEL
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Ex-Chef von Siemens Griechenland zahlt 1,2 Millionen EuroSchadensersatz an den Konzern

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Erneut hat sich der Münchner Siemens-Konzern mit einem prominenten Ex-Manager auf Schadens ersatzzahlungen geeinigt, dem ehe maligen Griechenland-Chef Michael Christoforakos. Der Deutsche mit griechischem Pass war im vergangenen Sommer mit internationalem Haft befehl gesucht und nach seiner Festnahme für mehrere Monate inhaftiert worden (SPIEGEL 27/2009). Nach Einschaltung des Bundesverfassungs gerichts kam er im Herbst vergangenen Jahres schließlich frei und konnte seiner Auslieferung entgehen. Griechische und deutsche Ermittler hatten Christoforakos vorgeworfen, während seiner Amtszeit Schmiergelder an Politiker in Athen gezahlt zu haben, um seinem Konzern Aufträge zu sichern. In München wurden die Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen ihn inzwischen beendet. Der Siemens-Konzern hatte Christoforakos schon Ende 2008 auf Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe verklagt. Nun wurde auch dieses Verfahren abgeschlossen. Christoforakos erklärte sich im Rahmen einer umfangreichen außergerichtlichen Einigung bereit, 1,2 Millionen Euro an den Konzern abzuführen. Bei einem weiteren griechischen Ex-Manager, der sich bislang hartleibig zeigte, steht eine Lösung dagegen noch aus. Sein Fall soll am 20. Mai vor dem Münchner Landgericht verhandelt werden.