Cromme verteidigt umstrittene Personalentscheidung - DER SPIEGEL
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Cromme verteidigt umstrittene Personalentscheidung

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Der Aufsichtsratsvorsitzende von Siemens und ThyssenKrupp, Gerhard Cromme, hat die umstrittene Personalentscheidung der vergangenen Woche in einem Interview mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL verteidigt. Die Benennung von Siemens-Manager Heinrich Hiesinger zum neuen Vorstandsvorsitzenden bei ThyssenKrupp sei keine "Abwerbung" gewesen, so der 67-jährige Manager. Die Personalie sei "einvernehmlich" und in "voller Transparenz" durchgeführt worden. "Vor dem Hintergrund der Alterspyramide bei Siemens", so Cromme, "schied für Herrn Hiesinger ein weiterer Aufstieg dort aus. Sollte er darunter leiden, dass ich Aufsichtsratsvorsitzender in beiden Konzernen bin? Das wäre doch absurd." Die Kritik des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft an seinem Vorgehen kann der langjährige Stahlmanager nicht nachvollziehen. "Die Stellungnahme geht völlig am Problem vorbei", so Cromme. Die Ernennung Hiesingers sei in "voller Übereinstimmung mit dem Corporate-Governance-Kodex erfolgt". Cromme hatte als Aufsichtsratschef beider Konzerne den derzeitigen Siemens-Vorstand Hiesinger als künftigen Chef von ThyssenKrupp installiert und war dafür heftig kritisiert worden. Als vordringliche Aufgabe des neuen Chefs bei ThyssenKrupp nannte Cromme die Verbesserung der Produktpalette des Konzerns. So müsse vor allem der "Technologiebereich" des Stahlriesen weiter ausgebaut werden.