Planten "FDJ"-Aktivisten Anschlag gegen Abrissarbeiten an Thälmann-Denkmal? - DER SPIEGEL
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Planten "FDJ"-Aktivisten Anschlag gegen Abrissarbeiten an Thälmann-Denkmal?

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Nach der lange erfolglosen Fahndung nach linksextremistischen Brandstiftern in Berlin gerät nun eine obskure linke Organisation ins Visier der Ermittler, die "Freie Deutsche Jugend". Am vergangenen Mittwoch wurden zwei FDJ-Aktivisten aus Berlin vorläufig festgenommen, sie werden der Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion verdächtigt. Die Männer wurden in einem Auto in der Nähe der früheren Ernst- Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin aufgegriffen, deren Abriss von linken Aktivisten bekämpft wird. Ihr Autokennzeichen war manipuliert. Unweit ihres Wagens fand die Polizei reichlich Spiritus und Kohlenanzünder. Die Polizei vermutet, die Verdächtigen wollten Baufahrzeuge in Brand setzen. Bei einem der Festgenommenen handelt es sich um den FDJ-Aktivisten Ringo E., 31, der eine Protestkundgebung gegen den Abriss für den vergangenen Mittwoch angemeldet hatte. Der zweite verdächtige FDJ-Anhänger ist Publizist mit Spezialkenntnissen zu Lenin. Beide propagieren den Klassenkampf und sind eng verbunden mit linksextre mistischen Splittergruppen, Kontakte gibt es auch zu Aktivisten der Kommunistischen Plattform der Linkspartei. E. fühlt sich bis heute als Bürger der DDR. Sein Land sei Opfer einer "Annexion" geworden. Die Bundeswehr bezeichnet er als "Besatzung s armee". In wenigen Tagen wollen beide mit anderen Linkssektierern eine Konferenz veranstalten. Thema: "Der Hauptfeind steht im eigenen Land." Schwerpunkt "Innere Mobilmachung". Für eine Stellungnahme war E. nicht zu erreichen, der verdächtige Autor lehnt eine Stellung nahme ab. Beide sind wieder auf freiem Fuß.