SPIEGEL-Interview mit Montenegros Präsident: Wir verteidigen unsere Freiheit - DER SPIEGEL
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SPIEGEL-Interview mit Montenegros Präsident: Wir verteidigen unsere Freiheit

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Der innerjugoslawische Konflikt um die Reformrepublik Montenegro spitzt sich dramatisch zu und droht in einen gewaltsamen Konflikt umzuschlagen. "Mit allen Mitteln werden wir unsere nationalen Staatsinteressen und unsere Freiheit verteidigen", kündigte der montenegrinische Präsident Milo Djukanovic in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL Widerstand gegen Gleichschaltungsmanöver des jugoslawischen Präsidenten Milosevic an. Es gebe "eine neue, alarmierende Gefahrenstufe" in den Beziehungen der beiden Republiken, sagte Montenegros Präsident, "wir erwarten Milosevics nächsten Schritt zur Destabilisierung der Region." Die Hoffnung, dass es mit dem Belgrader Despoten, "der bereits vier Kriege auf dem Balkan inszenierte, einen dauerhaften Frieden geben könnte, ist eine Illusion." Djukanovic fürchtet, "dass die internationale Gemeinschaft, wie bei allen bisherigen Konflikten, zu spät reagieren wird." Montenegro werde sich aber bei einer Auseinandersetzung mit Belgrad "auf eine gewaltige demokratische Bewegung stützen können. Diese wird gemeinsam mit der Polizei unseren Staat, unsere Freiheit und den Frieden verteidigen." (DER SPIEGEL 12/2000, Seite 154)