Zeugen bestätigen Transporte radioaktiver Stoffe durch die Stasi
Frühere Stasi-Offiziere und einstige Mitarbeiter des DDR-Kernforschungsinstituts in Rossendorf bei Dresden haben eingeräumt, dass das Ministerium von Stasi-Chef Erich Mielke radioaktives Material aus dem Forschungsreaktor erhielt. Dies berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Offiziere und Wissenschaftler haben dies gegenüber Ermittlern der Zentralen Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität (Zerv) ausgesagt und die Transporte per Auto zwischen Berlin und Rossendorf bestätigt. Die Zerv ermittelt weiterhin wegen Mordverdacht gegen unbekannt. Aufgenommen wurden die Ermittlungen im letzten Jahr, als bekannt wurde, dass in mehreren Stasi-Gefängnissen Röntgengeräte montiert wurden. (DER SPIEGEL 12/2000, Seite 30)