TV-Chef Kofler will aus Hot Europas führendes Shopping-Portal machen - DER SPIEGEL
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TV-Chef Kofler will aus Hot Europas führendes Shopping-Portal machen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Münchner TV-Unternehmer und frühere Pro-Sieben-Chef Georg Kofler will den Einkaufssender Hot zur "ersten europäischen Marke" sowie zum "führenden Shopping-Portal des Kontinents" im E-Commerce machen. Das sagte er dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. So sind demnach für alle europäischen Regionen Hot-Kanäle im Fernsehen und im Internet geplant, die über die neue Münchner Holding Hot Networks AG koordiniert werden. Kofler will zusammen mit seinen Mitgesellschaftern Thomas Kirch und Home Shopping Network europaweit auch eigene Lagerhäuser und Call-Center aufbauen. Dabei stuft er laut SPIEGEL die eigenen Chancen höher ein als die des führenden Online-Handelskaufhauses Amazon: "Die wären viel weiter, wenn sie einen eigenen Fernsehsender hätten."

In den europaweiten Ausbau will Hot mehrere hundert Millionen Mark investieren. Die Kosten sollen über Börsengänge der Hot-Ländergesellschaften und der Münchner Holding finanziert werden, schreibt der SPIEGEL. Den Anfang macht in diesem Jahr voraussichtlich am Neuen Markt in Frankfurt das deutsche Stammhaus. 20 bis 25 Prozent der Stammaktien könnten nach ersten Berechnungen rund 400 Millionen Mark einbringen. "Hausintern fehlt nichts zur Börsenreife, unsererseits ist alles auf den Weg gebracht", sagte Hot-Deutschland-Chef Andreas Büchelhofer dem SPIEGEL. Nach einem internen Papier macht Hot Deutschland dieses Jahr rund 60 Millionen Mark Gewinn bei rund einer halben Milliarde Mark Umsatz. Im Jahr 2010 soll das Unternehmen bereits drei Milliarden Mark erlösen, 900 Millionen davon sollen aus Online-Geschäften stammen. (DER SPIEGEL 12/2000, Seite 120)