Auch im Bundespresseamt Akten aus der Kohl-Zeit verschwunden
Auch im Bundespresseamt (BPA) sind wichtige Akten aus der Regierungszeit Helmut Kohls unauffindbar. Das ergab nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL jetzt eine hausinterne Revision. So fehlt der Rahmenvertrag mit der Solinger Agentur von Mannstein, die jahrelang das Image der Bundesregierung aufpolieren durfte. Ohne den Vertrag lässt sich nicht mehr nachvollziehen, wie viel Geld die Agentur für die Regierungswerbung erhalten hat. Nach einer überschlägigen Rechnung des BPA muss dafür ein hoher zweistelliger Millionenbetrag geflossen sein. Eine Nachfrage beim Bundesarchiv in Koblenz blieb erfolglos: Der Mannstein-Vertrag blieb verschwunden. Auch für Vorgänge im Zusammenhang mit Ausschreibungen und Aufwendungen für eine Auslandsmesse, bei denen es offenbar zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist, fehlen Unterlagen. (DER SPIEGEL 12/2000, Panorama Deutschland)