Guerrilleros dürfen nicht mit deutschen Schülern diskutieren - DER SPIEGEL
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Guerrilleros dürfen nicht mit deutschen Schülern diskutieren

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Werner Mauss, Deutschlands bekanntester Geheimagent, wollte den militärischen Chef der kolumbianischen Guerrillagruppe ELN, Pablo Beltrán, und zwei seiner Adjutanten zum Vortrag in ein rheinland-pfälzisches Gymnasium laden. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL meldet, sollten die Guerrilleros vor den Oberstufenklassen der Schule, die auch zwei Söhne des Privatdetektivs besuchen, zur Frage "Warum gibt es eine Guerrilla?" parlieren. Für die Dolmetscher wollte die ELN selbst sorgen. Eine Diskussionsrunde mit dem Schülern sollte sich anschließen. Der Schulleiter hatte den Vorschlag von Mauss begrüßt, um den Schülern so Gelegenheit zu geben, sich "hautnah über die Lage in Kolumbien" zu informieren. Das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung lehnte den Auftritt der Guerrilleros in der Schule ab. (DER SPIEGEL 12/2000, Panorama Deutschland)