Schlappe für Joschka Fischer - DER SPIEGEL
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Schlappe für Joschka Fischer

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In der Diskussion um eine neue Nato-Strategie hat Außenminister Joschka Fischer mit seiner Forderung, die Nato solle auf die Androhung eines nuklearen Ersteinsatzes verzichten, eine Schlappe erlitten. Die neu gefasste und noch geheim gehaltene Nato-Militärstrategie (Kürzel: MC 400/2), der auch die Berliner Regierung zugestimmt hat, dehnt die früher nur gegen die Atommacht Sowjetunion gerichtete "nukleare Abschreckung" sogar noch aus. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL schreibt, droht die Allianz nun auch potenziellen Angreifern, die nicht über Atomwaffen, wohl aber über chemische oder biologische Massenvernichtungsmittel verfügen - Staaten wie der Irak, Iran oder Libyen - mit dem atomaren Ersteinsatz. Die Atom-Drohung sei unverzichtbar, sagt ein Nato-General, "weil wir sonst nichts haben": Die Nato-Länder haben auf den Besitz von Chemie- und Bio-Waffen verzichtet. (DER SPIEGEL 12/2000, Panorama Deutschland)