Bundesregierung gegen Erhöhung der Vorstandsgehälter und Bonuszahlungen bei Commerzbank - DER SPIEGEL
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Bundesregierung gegen Erhöhung der Vorstandsgehälter und Bonuszahlungen bei Commerzbank

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Bundesregierung will verhindern, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank die Vorstandsgehälter erhöhen und Bonuszahlungen wieder einführen. Ein entsprechender Vorschlag beider Führungsgremien steht am Mittwoch dieser Woche auf der Tagesordnung der Commerzbank-Hauptversammlung. Danach soll die Vergütung von Vorstandsmitgliedern von 500.000 Euro auf 750.000 Euro im Jahr steigen. Zusätzlich sollen auch Boni bis zu zwei Millionen Euro ausgezahlt werden. Die Vorschläge verstoßen nach Einschätzung der Bundes regierung aber gegen Regelungen zur Bankenrettung. Kreditinstitute, die während der Finanzkrise Hilfe vom Bund bekamen, müssen die Verdienste ihres Spitzenpersonals bei 500.000 Euro deckeln. Kanzleramt und Finanzministerium stehen auf dem Standpunkt, dass die Gehälter auf diesem Niveau eingefroren bleiben sollten, solange die Bank nicht begonnen hat, staatliche Finanzspritzen zurückzu zahlen. Regierungsvertreter haben deshalb den Chef des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin), Hannes Rehm, beauftragt, der Bankspitze ins Gewissen zu reden. Der Vorstand soll dazu gebracht werden, den Punkt von der Tagesordnung der Hauptversammlung zu nehmen. Die Bundesregierung ist zuversichtlich, ihren Willen durchzusetzen. "Alles andere wäre ein Eklat", sagt ein hoher Regierungs beamter. Die Commerzbank erhielt 18 Milliarden Euro vom Bund, der mit 25 Prozent an dem Institut beteiligt ist.