Nabu will Staatsforst privatisieren - DER SPIEGEL
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Nabu will Staatsforst privatisieren

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Der Naturschutzbund (Nabu) in Nordrhein-Westfalen fordert einen radikalen Umbau des Staatsforsts. Der landeseigene Wald, 120.000 Hektar groß, solle in eine Aktiengesellschaft übergehen, jeder Bürger könnte Anteile zeichnen. Dies geht aus einem Gutachten des Umweltverbandes hervor, aus dem das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL zitiert. Der Nabu schlägt vor, die "Bürgerwald-Aktiengesellschaft" solle nach den Prinzipien des naturgemäßen Waldbaus wirtschaften; um dies zu gewährleisten, will der Nabu die Grundsätze der Waldbewirtschaftung in der Satzung der neuen Forstfirma festschreiben. Der Wert des Staatswalds wird in Berechnungen des nordrhein-westfälischen Landesvermögens mit einer Milliarde Euro beziffert. Eine Privatisierung könnte dem Land somit beträchtliche Einnahmen bescheren. Die nordrhein-westfälische SPD unter Hannelore Kraft steht dem Konzept aufgeschlossen gegenüber; die Partei hatte das Stichwort "Bürgerwald" bereits in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Es sei positiv, sagt Svenja Schulze, umweltpolitische Sprecherin der nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten, "dass jetzt eine Debatte darüber angestoßen wird", wie sich mögliche zukünftige Landeswaldverkäufe "aus Sicht des Naturschutzes" gestalten ließen.