Nach Kritik an Ascheflügen: Lufthansa-Sicherheitspilot wird von Kollegen in Schutz genommen - DER SPIEGEL
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Nach Kritik an Ascheflügen: Lufthansa-Sicherheitspilot wird von Kollegen in Schutz genommen

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Für heftige Diskussionen innerhalb der Lufthansa-Cockpit-Belegschaft sorgt der bevorstehende Abgang des Sicherheitspiloten Jürgen Steinberg. Der langjährige Flugzeugführer war beim Vorstand heftig unter Druck geraten, nachdem er Sichtflügen während der isländischen Aschewolke Ende April zunächst zugestimmt, dies später aber öffentlich bedauert hatte (SPIEGEL 19/2010). In einem internen Forum, das von der Lufthansa-Führung initiiert und betrieben wird, stellen sich viele Kollegen nun schützend vor Steinberg und seine Untergebenen. Durch die geplante Ablösung ihres neutralen Sicherheitsbeauftragten, argumentieren sie, sei das Vertrauen in die gesamte Abteilung unterminiert. "Jeder Nachfolger", kritisiert einer von ihnen gegenüber dem SPIEGEL, "muss nun mit dem Verdacht leben, er sei nur ein willfähriger Handlanger des Vorstandes." Statt Steinberg, fordern einige der Piloten, sollten lieber Flugbetriebsleiter Werner Knorr oder der zuständige Bereichsvorstand Jürgen Raps zurücktreten. Einige regen sogar eine Solidaritäts-Demo für Steinberg an. "Das sind Einzelstimmen", erklärt ein Lufthansa-Sprecher. Außerdem erfolge der geplante Abgang Steinbergs in gegenseitigem Einvernehmen.