FU Berlin beendet Ehemaligen-Engagement in den USA
Die Freie Universität Berlin will ihr Engagement für eine eigene Ehemaligen-Organisation in den USA beenden. Nach einem internen Bericht aus dem Präsidium hat die Universität in den letzten Jahren mehr als eine Million Euro für ein Büro und Mitarbeiter in New York ausgegeben, aber weniger als eine Viertelmillion Euro eingenommen. Statt erhoffter Großspenden ehemaliger Studenten der Alumni gibt es nun internen Zwist und juristische Probleme, unter anderem um eine Spende von 600.000 Dollar für die Renovierung des Henry-Ford-Baus in Berlin. Die Alumni- Organisation, die "Friends of Freie Universität Berlin", hat laut dem internen Bericht die Spende bislang allenfalls teilweise nach Deutschland weitergeleitet. Ein beträchtlicher Anteil der Summe hingegen sei in den USA bereits ausgegeben worden. Auf Anfrage des SPIEGEL wollte die Hochschule zu Details keine Stellung nehmen und verwies auf eine laufende Prüfung sowie noch nicht abgeschlossene Verhandlungen mit der Alumni-Organisation. Das Engagement der Freien Universität Berlin in den USA hatte große Beachtung gefunden. Die Hochschule ist als "Internationale Netzwerkuniversität" in der Exzellenzinitiative ausgezeichnet worden; zum prämierten Konzept zählte auch die Alumni-Organisation in den USA.