HBL-Präsidiumsmitglied Bob Hanning als Werbepartner für privaten Wettanbieter Digibet in der Kritik
Bob Hanning, der Manager des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin, muss seine Geschäftsbeziehungen zu dem privaten Sportwetten anbieter Digibet künftig ruhen lassen. Dies beschloss der Aufsichtsrat der Handball-Bundesliga (HBL) vorige Woche in Frankfurt am Main. Club manager Hanning, der auch Vizepräsident der HBL ist, tritt als Werbepartner für die Wettfirma auf und gibt nach eigenen Angaben für das Unternehmen "Expertentipps in verschiedenen Sportarten ab, allerdings nie zu Spielen der Füchse". Nach Informationen des SPIEGEL soll Hanning gegenüber Dritten freimütig eingeräumt haben, dass er mit seinem Insiderwissen Quoten für Spiele im deutschen Profihandball, die Digibet festlegt, vor Veröffentlichung auf ihre Plausibilität hin überprüfe und bewerte. Diese Darstellung bestreitet Hanning. Auf seiner privaten Homepage existierte bis vorigen Donnerstag ein Link zu Digibet. Dort organisierte der Handballmanager ein Tippspiel mit Verweis auf den Wett anbieter. Um Manipulation vorzubeugen, hat die HBL angeordnet, dass deutsche Proficlubs Spielern in ihren Arbeitsverträgen ein Wettverbot erteilen.