Laut Osteuropabank-Chef Mirow wurde Öffentlichkeit über Währungsunion getäuscht
Trotz des großen Gefälles zwischen starken und schwachen Volkswirtschaften wie Griechenland wird der Euro überleben, ist Thomas Mirow, Chef der Osteuropabank, überzeugt. "Wenn die in der Krise sichtbar gewordenen Konstruktionsfehler jetzt beseitigt werden, gibt es keinen Grund zu zweifeln", sagt er in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Es gebe auch in den USA große Unterschiede zwischen den Bundesstaaten. Die Frage sei, in welchem Maße man füreinander einsteht und ob es wirksame Ausgleichsmechanismen gibt. "Das hat man der Öffentlichkeit lange Zeit verschwiegen." Die Währungsunion müsse "in Maßen" eine Transferunion sein. Mirow schließt nicht aus, dass der Euro zumindest in Deutschland wohl nicht eingeführt worden wäre, hätte man das Volk vorher darüber aufgeklärt. "Das könnte sein", sagt er, aber heute müsse man den Deutschen auch sagen, wie sehr ihre Wirtschaft mit ihren Arbeitsplätzen vom Euro profitiere.