Claude-Oliver Rudolph enttäuscht von deutscher Filmförderung, Grönemeyer, Plasberg und Schweiger
Der Schauspieler und Produzent Claude-Oliver Rudolph wirft der Filmförderung in Deutschland vor, nur Mittelmaß zu fördern. "Ich frage mich, wozu die ganzen Filmförderungen noch da sein sollen", sagte er dem Hamburger Nachirchten-Magazin DER SPIEGEL. "In diesen Gremien sitzen Kirchenleute, Politiker und Sendervertreter, und da kommt dann nur der kleinste gemeinsame Mist dabei heraus. Was oben oder unten rausragt, packen die nicht an." Rudolph dreht gerade den St.-Pauli-Film "Gegengerade" mit Mario Adorf, Dominique Horwitz und Moritz Bleibtreu. Es sei ein Low-Budget-Film, so Rudolph, auch weil die Schauspieler ohne Gage spielten. Doch nachdem die Hamburger Filmförderung abgesprungen sei, fehlten nun 200000 Euro. Doch auch bei Freunden und Produzenten bekam Rudolph keine Hilfe. "Ich bin sauer auf viele Leute, die angeblich meine Freunde sind und sich jetzt tot stellen. Herbert Grönemeyer, dem habe ich alles gemailt und die Mailbox vollgequatscht keine Reaktion. Frank Plasberg tut auch andauernd so, als ob wir befreundet sind. Jetzt macht er auf Produzent mit diesem Clown Eckart von Hirschhausen. Wenn er so einen Kram macht, kann er doch auch Mario Adorf und mich produzieren, habe ich ihm gemailt. Nicht mal ein Nein kam von dem." Til Schweiger habe ihn "neun Wochen hingehalten". Erst habe er erzählt, St. Pauli sei sein Lieblingsverein, und da steige er auf jeden Fall ein. "Nach neun Wochen heißt es plötzlich: doch nicht."