Deutsche-Börse-Betriebsrat warnt Hessens Noch-Ministerpräsidenten Koch - DER SPIEGEL
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Deutsche-Börse-Betriebsrat warnt Hessens Noch-Ministerpräsidenten Koch

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Der Betriebsrat der Deutschen Börse wehrt sich mit einem Brief an den hessischen Noch-Ministerpräsidenten Roland Koch gegen die massiven Stellenkürzungen bei seinem Unternehmen. "Wir befürchten eine Erosion des Finanzplatzes", schreiben die Autoren. In Frankfurt würden Hunderte Arbeitsplätze abgebaut und auch mit Hilfe von EUGeldern in Prag wieder aufgebaut. Mit dem Verschieben von Kompetenzen in die tschechische Hauptstadt gehe "ein Know-how-Verlust für Frankfurt" einher. Das Land Hessen als Lizenzgeber der Frankfurter Wertpapierbörse solle "einer absehbaren Schwächung des Ansehens der Deutschen Börse entgegenwirken". Hintergrund des Briefes ist das rigide Sparprogramm, das Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni Ende März verkündet hat. Trotz einer Eigenkapitalrendite nach Steuern von fast 20 Prozent im Krisenjahr 2009 sollen vor allem in Frankfurt 450 Stellen teilweise durch betriebsbedingte Kündigungen wegfallen. Zudem verlegt Francioni die Konzernzentrale nach Eschborn vor die Tore von Frankfurt, um Gewerbesteuern in Millionenhöhe zu sparen.