Multimillionär Krämer geißelt US-Spender
Der Hamburger Reeder und Multimillionär Peter Krämer kritisiert die Spendenaktion amerikanischer Milliardäre wie Bill Gates oder Warren Buffett scharf. "Ich finde diese US-Aktion höchst problematisch", so Krämer im Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Weil Spenden in den USA zum großen Teil steuerlich absetzbar seien, würden Reiche entscheiden, ob sie lieber spenden oder Steuern zahlen. "Die Spender treten an die Stelle des Staates. Das geht nicht. Das ist alles nur ein schlechter Transfer von der Staatsgewalt hin zum Milliardärsgusto. Nicht der Staat soll entscheiden, was gut für die Menschen ist, sondern die Reichen wollen dies bestimmen. Das ist eine Entwicklung, die ich wirklich schlimm finde. Wer legitimiert diese Menschen zu entscheiden, wo solche riesigen Beträge hinfließen", sagte Krämer im SPIEGEL. Deutschen Reichen empfiehlt er, nicht in dieser Form ihr Geld abzugeben. Sinnvoller sei es, gemeinsam mit etablierten Organisationen zusammenzuarbeiten und zu spenden. Krämer trat in den vergangenen Jahren immer wieder mit Forderungen in Erscheinung, Reiche wie er sollten von der öffentlichen Hand stärker zur Kasse gebeten werden.