"Kulturzeit"-Chef kritisiert TV-Kultur-Journalismus - DER SPIEGEL
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"Kulturzeit"-Chef kritisiert TV-Kultur-Journalismus

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Armin Conrad, Redaktionsleiter beim 3sat-Magazin "Kulturzeit" geht mit seiner Zunft hart ins Gericht. Die Geschichte des Kulturfernsehens sei bei vielen Sendern eine Geschichte des Abgleitens in die Nische. "Nun bleibt eigentlich nur, einzusehen, dass man aus Kultur im Fernsehen keinen Riesenerfolg machen kann", sagte Conrad dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Die Schuld für das Versagen sieht er auch in ihrer Zunft selbst: "Politische Journalisten schießen manchmal über das Ziel hinaus, sind aber im Schnitt kritischer gegenüber ihren Protgonisten als ihre Kollegen von der Kultur." Man müsse aufpassen, nicht zu Handlagern der Kulturindustrie zu werden. "Bei großen Kulturereignissen sind wir den Filmverleihern und Verlagen ausgeliefert. Die wollen definieren, wie die Berichterstattung zu erfolgen hat. Es werden fertige Produkte angeliefert, und hinterher will man uns auch noch den Zeitpunkt diktieren, wann darüber berichtet werden darf", so Conrad im SPIEGEL.