Gefährliches Abwasser aus Dialyse-Zentren
Das Abwasser aus vielen der bundesweit mehr als 1100 Dialyse-Behandlungseinrichtungen kann hochgiftiges Chlor freisetzen und Arbeiter in der Kanalisation gefährden. Darauf weist die Abwassertechnische Vereinigung (ATV) in einem noch unveröffentlichten Merkblatt hin. Schon Spuren von Chlor in der Luft führen zu schweren Lungenschäden. Abwasser von Dialyse-Zentren dünstet das grüngelbe Giftgas aus, wenn die Behandlungsmaschinen nach mehrstündiger Patientenversorgung mit verschiedenen Chemikalien gereinigt werden.
Desinfektionsmittel ist heute meist erhitzte Zitronensäure. Bei älteren Apparaturen und besonders hartnäckigen Blutfettablagerungen wird aber häufig mit Hypochlorit ("Aktivchlor) gespült. Vermischen sich beide Substanzen, entsteht Chlor. Bei Untersuchungen des Abwassers zweier Dialyse-Stationen in Langenhagen bei Hannover war das besonders augenfällig "Als wir den Kanaldeckel öffneten, kam eine grüngelbe Wolke heraus, berichtet Veit Flöser, Sprecher der Arbeitsgruppe "Krankenhausabwasser in der ATV.