Klimasanierung aller Häuser würde rund zwei Billionen Euro kosten
Das Vorhaben der Bundesregierung, bis zur Mitte des Jahrhunderts alle Häuser so zu sanieren, dass sie keine klimaschädlichen Gase mehr verursachen, hat ungeahnte volkswirtschaftliche Kosten. "Der Nullemissionsstandard für alle Wohngebäude im Jahr 2050 würde Gesamtkosten in Höhe von 2 bis 2,4 Billionen Euro verursachen", heißt es in einem internen Vermerk für Bundesbauminister Peter Ram sauer (CSU). Dieser Wert entspricht in etwa dem deutschen Bruttoinlandsprodukt eines Jahres. Um die im Energie konzept festgelegten Ziele zu erreichen, seien Investitio nen in einer Größenordnung von "mindestens 75 Milliarden Euro pro Jahr erforderlich", errechneten Ram sauers Beamte. Der Bundesbauminister warnt vor unverhältnismäßig hohen Belastungen für Unternehmen und Hauseigentümer. Zwar sei es sinnvoll, Gebäude zu sanieren, um Energie zu spa ren. "Allerdings dürfen die Kosten Hausbesitzer und Unternehmer nicht überfordern", meint Ramsauer. "Bei einer derartigen Zwangssanierung missachtet die Politik die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und sozialen Ausgewogenheit", so der Minister.