Wulff und Gauck liefern sich Wettrennen um Einheitsrede
Bundespräsident Christian Wulff bekommt bei seiner großen Rede zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Bremen ungeahnte Konkurrenz. Sowohl Wulffs Gegenkandidat bei der Präsidentschaftswahl Joachim Gauck wie auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) werden bei separaten Auftritten sprechen. Gauck wird schon am 2. Oktober auftreten, als Festredner im Berliner Abgeordnetenhaus. Lammert organisiert ein "öffentliches Fest für jedermann" für sich und den Bundestag, wie es intern heißt. Steigen soll die Fete am 3. Oktober vor dem Reichstagsgebäude. Gedacht wird an eine große Show, mit einem Helikopter, der die deutsche Fahne bringt, und Feuerwerk. Das Problem ist, dass auf Lammerts inoffizieller Gästeliste all jene stehen, die am selben Tag nach Bremen zu Wulffs Auftritt geladen sind – Ministerpräsidenten, ehemalige Bundespräsidenten, Bundestagsabgeordnete. Es wird deshalb sogar an einen Shuttle Berlin–Bremen gedacht, um peinliche Lücken bei der Gästeliste zu vermeiden.