"Stuttgart 21"- Proteste führen zu Personalengpässen bei der Landespolizei - DER SPIEGEL
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"Stuttgart 21"- Proteste führen zu Personalengpässen bei der Landespolizei

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Groß-Demonstrationen gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" führen bei der badenwürttembergischen Polizei zu gefährlichen Personalengpässen außerhalb der Landeshauptstadt. "Die Demonstrationen sind eine ungeheure Belastung für die Beamten, die aus ganz Baden-Württemberg zusammengezogen werden müssen", erklärt Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Durch den Dauereinsatz in Stuttgart werde "die Präsenz der Polizei in anderen Regionen des Flächenlandes erheblich reduziert", warnt Freiberg, "das ist brandgefährlich". Welche Risiken die ausgedünnte Personaldecke birgt, hat sich etwa bei dem Amoklauf in Lörrach am vorletzten Wochenende gezeigt, bei der vier Menschen starben: Die Polizisten, die zuerst am Tatort eintrafen, waren ein Sachbearbeiter aus dem Innendienst, der aus Personalmangel im Sonntags-Spätdienst eingesetzt war, sowie ein sogenannter Polizeifreiwilliger, der ehrenamtlich in seiner Freizeit den Polizeidienst unterstützt und dafür eine kurze Ausbildung durchlaufen hat. Keiner der beiden Männer hatte eine Amokschulung absolviert. Die Polizeidirektion Lörrach bestätigte, an besagtem Wochenende erneut rund 30 Beamte zur Sicherung des Stuttgarter Hauptbahnhofes entsandt zu haben. Der Beamte aus dem Innendienst erlitt bei dem Schusswechsel mit der Amok täterin einen Kniedurchschuss.