Koalitionspolitiker gehen auf Distanz zu Schäuble - DER SPIEGEL
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Koalitionspolitiker gehen auf Distanz zu Schäuble

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In der Regierungskoalition macht sich Unmut über die krankheitsbedingte Abwesenheit von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) breit. "Schon bei der Euro-Krise im Frühjahr war es nicht glücklich, dass der Finanzminister an einem entscheidenden Punkt gefehlt hat", sagt der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler. "Wenn es jetzt in Irland zu einer Zuspitzung kommt, wäre Deutschland erneut in einer entscheidenden Phase nicht gut aufgestellt."

Auch die Vertretungsregelung in Schäubles Ressort, wonach SPD-Mitglied Jörg Asmussen als Finanzstaatssekretär Schäuble auf internationalen Konferenzen vertritt, stößt den Liberalen auf. "Die Bundeskanzlerin sollte persönlich die Vertretung Deutschlands bei internationalen Treffen wahrnehmen. Sie ist von Union und FDP gewählt – anders als Herr Asmussen", sagt der stellvertretende Chef der FDP-Bundestagsfraktion Patrick Döring.

Die CSU macht an diesem Punkt kaum verhohlene Kritik an der bisherigen Amtsführung Schäubles fest. "Besonders in einer Zeit, in der der Finanzminister ausfällt, rächt es sich, dass er an wichtigen Stellen am SPD-Personal festgehalten hat, sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Georg Nüßlein.