Zwangsgeld in Millionenhöhe gegen E.on.
Die Bonner Bundesnetzagentur hat gegen eine E.on-Regionalgesellschaft, die E.on- Edis in Brandenburg, ein Zwangsgeld in Höhe von 1,3 Millionen Euro angedroht. Rund 650.000 Euro wurden bereits in der vergangenen Woche fällig. Das berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner jüngsten Ausgabe. Hintergrund für die Zwangsgelder ist der von Wettbewerbern wie Lekker Strom und Lichtblick erhobene Vorwurf, dass E.on den Wettbewerb auf Regionalebene systematisch behindere. Notwendige Abrechnungsdaten und Protokolle von ab geworbenen Kunden würden nicht oder nur verspätet bereitgestellt, klagt etwa Lekker-Strom-Geschäftsführer Thomas Mecke. In nur wenigen Monaten, so auch Lichtblick-Vorstand Gero Lücking, habe sein Hamburger Unternehmen Hunderte solcher Fälle dokumentiert.
Die Bundesnetzagentur in Bonn hat die Beschwerden der im Bundesverband Neuer Energiedienstleister (BNE) zusammengeschlossenen Wettbewerber in den ver gangenen Wochen verfolgt und wiederholt Beschwerden über verspätete oder gar nicht bereitgestellte Daten erhalten, so DER SPIEGEL. Nun sollen Untersuchungen in allen sieben E.on-Regionalgesellschaften stattfinden. Die Behörde will prüfen, ob die gesetzlich vorgeschriebene Trennung von Netz und Vertrieb eingehalten wird oder die Monopolstellung zum eigenen Vorteil missbraucht wird. E.on weist die Vorwürfe einer systematischen Wettbewerbsbehinderung zurück. Bei den monierten Fällen handele es sich um Schwierigkeiten bei der Umstellung des EDV-Systems.