Hochtief wirft spanischem Baukonzern ACS Wortbruch vor - DER SPIEGEL
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Hochtief wirft spanischem Baukonzern ACS Wortbruch vor

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Vorstandschef des deutschen Baukonzerns Hochtief, Herbert Lütkestratkötter, hat seinem Großaktionär ACS intern Wortbruch vorgeworfen. Das berichtet DER SPIEGEL unter Berufung auf Kontrolleure des Konzerns. So soll Florentino Pérez, ACS-Vorstandschef und Präsident des Fußballclubs Real Madrid, dem Hochtief-Chef bei seinem Einstieg in das Essener Unternehmen versichert haben, seinen Hochtief-Anteil nicht über 30 Prozent ausbauen zu wollen. Pérez habe sogar zugesagt, ihn über einen Strategiewechsel frühzeitig zu informieren. Diese Vereinbarungen soll Pérez gebrochen haben. Dies soll der Hochtief-Chef auch in einem persönlichen Brief an Pérez angeprangert haben. Über die geplanten Übernahme und die Hintergründe wurde Lütkestratkötter erst auf eigene Nachfrage während seines Urlaubs in den österreichischen Alpen unterrichtet. Obwohl sich der eigens zur Abwehr gegründete Ad-hoc-Ausschuss des Aufsichtsrats erst am vergangenen Montag in Essen traf, kommt das Gremium am kommenden Montag erneut zusammen, um über weitere Schritte zu beraten. Dabei dürfte auch die Frage eine Rolle spielen, wie viele Anteile ACS tatsächlich schon an Hochtief gesichert hat. ACS soll sich über sogenannte "equity swaps" bereits jetzt über ihren Anteil von 29,98 Prozent hinaus weitere Aktienpakete an Hochtief gesichert haben. Beide Unternehmen wollten sich zu diesem Punkt nicht äußern.