Lufthansa lockt Schnäppchenjäger mit Nachlass bei den Zuschlägen
Zwischen der Lufthansa und Air Berlin spitzt sich der Streit um die Luftverkehrsabgabe zu. Air Berlin will den Zuschlag von 8 Euro auf Kurz- und 25 Euro auf Mittelstrecken vollständig an die Kunden weiter geben. "Etwas anderes können wir uns gar nicht leisten", sagt Firmenchef Joachim Hunold, "weil wir im Gegensatz zur Lufthansa nur wenige Fracht- und Langstreckendienste haben, die von der Steuer ausgenommen sind." Der Erzrivale plant dagegen gezielte Nachlässe bei seinen Billigangeboten. Auf ausgewählten Lufthansa-Strecken gelten ab Januar häufig deutlich geringere Zuschläge als bisher – trotz der neuen Abgabe. Damit will die Fluglinie sparsame Kunden anlocken. So zahlen zum Beispiel Gäste, die von München nach Hamburg und zurück fliegen, gegenwärtig für beide Strecken noch 58 Euro an Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen. Ab Januar sinkt der Betrag in den günstigsten Buchungsklassen auf 6 Euro oder 25 Euro. Unterm Strich zahlt der Kunde damit trotz 19 Euro Luftverkehr- und Mehrwertsteuer weniger Gebühren als noch 2010. Verkehrspolitiker der FDP plädieren dafür, eine einheitliche Steuer von 10 bis 14 Euro pro Strecke zu erheben und abgelegene Inseln wie Juist von der Abgabe auszusparen.