Allianz-Chef sucht weiter "partnerschaftliche Lösungen" für die Dresdner Bank - DER SPIEGEL
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Allianz-Chef sucht weiter "partnerschaftliche Lösungen" für die Dresdner Bank

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach der gescheiterten Fusion zwischen Deutscher und Dresdner Bank wird die Allianz zusammen mit der Dresdner Bank "weiter nach Lösungen suchen, die sowohl die Bank wie auch uns strategisch weiterbringen." Das sagte Henning Schulte-Noelle, der Chef des Versicherungskonzerns, in einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Die Bank habe kein Problem, sich aus eigener Kraft die nächsten Jahre erfolgreich weiter zu entwickeln. "Aber klar ist auch", so Schulte-Noelle "auf längere Sicht muss sie auch für sinnvolle partnerschaftliche Lösungen offen sein." Wenn sich ein Interessent melde, "werden wir uns das anhören und überlegen, ob das eine Lösung sein könnte."

Gegenüber dem SPIEGEL sagte der Allianz-Chef, im Moment sei die Geschäftsgrundlage für die mit der Deutschen Bank getroffenen Vereinbarungen entzogen. "Aber ich schließe nicht aus, dass wir noch einmal darüber reden werden, ob sich bei der Bank 24 etwas machen lässt."

Dass die geplante Fusion von Deutscher und Dresdner Bank an der Frage des Investmentbanking scheiterte, sei, so Schulte-Noelle, "schwer zu verstehen". Er sei "nach wie vor der Überzeugung, dass es in diesem Punkt nicht zum Scheitern hätte kommen müssen." (DER SPIEGEL 15/2000, Seite 96)