Siemens entschärft eigene Antikorruptionsregeln
Knapp vier Jahre nach Bekannt werden der Schmiergeldaffäre bei Siemens will der Konzern seine kurz darauf installierten Antikorruptions regeln überarbeiten. In besonders anfälligen Ländern, etwa in Afrika oder Teilen Asiens, müssen die Mitarbeiter auch weiterhin strenge Auflagen einhalten und beispielsweise externe Berater oder Handelsvertreter vor deren Verpflichtung besonders sorg fältig überprüfen. Auch jeder Schritt bei einer Auftragsvergabe oder -abwicklung ist nach wie vor lückenlos zu dokumentieren. Lockern will der Konzern die Vorgaben dagegen in risiko ärmeren Regionen der Welt wie den USA oder Skandinavien. Dort sollen die Geschäftsabläufe in Form sogenannter Audits künftig nur noch routinemäßig kontrolliert werden. Stärker als bislang wollen die Konzern-Oberen dagegen die Einhaltung kartellrecht licher Vorschriften überwachen. In der Vergangenheit war es vor allem in der Energiesparte immer wieder zu Absprachen mit Konkurrenten gekommen.