Ex-Verfassungsrichter Hassemer attackiert Methoden der Auskunfteien - DER SPIEGEL
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Ex-Verfassungsrichter Hassemer attackiert Methoden der Auskunfteien

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Winfried Hassemer, Schufa-Ombudsmann und Ex-Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, hält die Methoden einiger Kreditauskunften verfassungsrechtlich für problematisch. Er wendet sich vor allem gegen die Analyse von Vornamen und Adressen bei Wettbewerbern der Schufa. Bei der Analyse der Vornamen ginge es letztlich darum, Kindern armer Leute eine schlechtere Kreditauskunft zu geben. "Wer in einer armen Gegend wohnt, wird unter einen Generalverdacht geraten", sagte Hassemer in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Das sei "schon bedrohlich nahe an der Intimsphäre". Bei Kundenprofilen, die beispielsweise von Internetfirmen oder EC-Kartenanbietern angeboten werden, werden nach Hassemers Meinung "oft die verfassungsrechtlichen Grenzen überschritten". Daten dürften nicht frei, sondern nur zu einem bestimmten Zweck erhoben werden. "Sei sparsam mit deinen Daten", rät der ehemalige Verfassungsrichter Internetnutzern. Wer zwei Stunden im Internet surfe, hinterlasse mehr Spuren als bei der Schufa.