EU will Agrarsubventionen neu ordnen - DER SPIEGEL
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EU will Agrarsubventionen neu ordnen

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Die EU-Kommission will am Donnerstag einen Entwurf für einen weitreichenden Umbau der Agrarsubventionen beschließen. Der für Landwirtschaft zuständige Kommissar Dacian Ciolos möchte nicht mehr alle Bauern wie bisher mit EU-Geld unterstützen. Direktzahlungen sollen künftig an Umweltauflagen geknüpft werden. "Wer diese nicht einhält, erhält auch kein Geld mehr", heißt es in der Kommission. Zudem müssen Landwirte in den alten Mitgliedsländern mit Kürzungen rechnen, weil die bislang benachteiligten osteuropäischen Bauern höhere Prämien erhalten sollen. Auch eine Obergrenze für direkte Subventionen ist vorge sehen, davon wären besonders Großbetriebe wie die ehe -ma ligen LPG in Ostdeutschland betroffen. Zusätzlich sollen bestimmte Prämien für Industriebetriebe wegfallen. Zu den Gegnern der Reform gehörten bislang vor allem Frankreich und Deutschland. Im Berliner Agrarministerium stoßen die Pläne neuerdings nicht mehr auf prinzipielle Abwehr. In vertraulichen Analysen favorisiert das Ministerium ein Modell, wonach die Direktzahlungen künftig an "Agrarumweltleistungen aus einem Leistungskatalog" gekoppelt werden. Die von Ciolos avisierte Deckelung der Subventionen für landwirtschaftliche Großbetriebe will Berlin allerdings verhindern.