ARD-Intendanten wollen Dokumentationen opfern
In der ARD gibt es Unmut über die geplante Streichung des letzten Prime time- Sendeplatzes für Dokumentationen. Mehrere Intendanten wollen auf der nächsten ARD-Tagung am 29. November durchsetzen, die Polit-Talkshow von Frank Plasberg ab kommenden Herbst auf montags 21 Uhr zu verschieben. Dies wird nötig, weil die "Tagesthemen" künftig wochentags einheitlich um 22.15 Uhr senden sollen, Plasbergs Show aber weiter im Hauptabendprogramm laufen soll. Geopfert werden muss dann der Montagsplatz für Dokumentationen, und zwar ersatzlos. Als Kompensation soll nur die Mittwochs-Doku von 23.30 Uhr auf 22.45 Uhr vorgezogen werden. Der Plan stößt nicht nur bei ARD-Chef redakteuren und Dokumentarfilmern auf Kritik. Auch Grimme-Instituts- Chef Uwe Kammann sagt: "Eine solche Entscheidung widerspricht völlig dem Programmauftrag der ARD."