Joop erhöht Druck bei Schiesser - DER SPIEGEL
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Joop erhöht Druck bei Schiesser

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Potsdamer Modedesigner Wolfgang Joop will bei der Wäschefirma Schiesser endlich durchstarten – nicht nur im operativen Geschäft, sondern auch als Großaktionär. Eine Beteiligung von rund 15 Prozent werde aktuell diskutiert: "Ich bin da nicht nur Berater, sondern will mit vollem Einsatz einsteigen", sagt Joop, der einen Posten als Kreativdirektor anstrebt. Zurzeit komme er sich vor "wie ein Rennpferd, das noch im Stall warten muss, aber endlich loslaufen möchte". Vergangene Woche hat der Schiesser- Insolvenzverwalter Volker Grub angekündigt, das Unternehmen im Laufe des nächsten Jahres an die Börse bringen zu wollen. Joop ist seit vergangenem Jahr bei Schiesser im Gespräch – mal als bloßer Ideengeber, mal als Part einer Investorengruppe. Nun möchte er es aber offenbar im Alleingang wissen. Auch wenn er nach wie vor etliche Anrufe von Finanziers bekomme, die gemeinsam mit ihm einsteigen wollten, sagt er: "Wichtig ist jetzt, die Essenz dieser wunderbaren Marke zu beleben. Da will ich meine ganze Kraft einbringen." Insolvenzverwalter Grub hat allerdings offenbar andere Pläne. Demnach soll der Designer die Firma lediglich beraten. "Wir verhandeln mit Herrn Joop gerade über einen Beratervertrag. Er soll uns bei der Roadshow für den geplanten Börsengang ebenso unterstützen wie bei künftigen Designs." Darüber hinaus werde mit Joop über Aktienoptionen gesprochen, um ihn längerfristig an Schiesser zu binden.