Bundesrechnungshof bezweifelt Sinnhaftigkeit von Krankenkassenfusionen
Wenn sich gesetzliche Krankenkassen zusammenschließen, bringt dies kaum Vorteile. Das ist das Ergebnis eines Prüfberichts des Bundesrechnungshofs zum Thema "Frei willige Vereinigung von Krankenkassen der Gesetzlichen Krankenversicherung". Die Fusionen führten "zu keinen deutlichen Synergieeffekten" und seien mit "erheb lichen, z. T. dauerhaften, zusätz lichen Aufwendungen verbunden", schreiben die Beamten. "Daneben zeigen sich – im Verhältnis zu den Gesamtausgaben einer Krankenkasse – nur geringe Einsparungen." Auch habe ein Großteil der geprüften Kassen nicht das Ziel erreicht, "durch die Fusion ihre Marktanteile zu steigern und dadurch bei den Einzelverträgen mit Leistungserbringern günstigere Konditionen auszuhandeln". Für den Bericht hatten die Beamten Daten aus dem Bundesgesundheitsministerium, dem Bundesver sicherungsamt und beteiligten Krankenkassen ausgewertet. Dabei untersuchten sie 10 der 36 Fusionen, die zwischen April 2007 und Januar 2009 wirksam wurden.