Künstler droht mit Rückzug vom Sinti-und-Roma-Denkmal
Der seit Monaten andauernde Streit um den Bau des Denkmals für die im National sozialismus ermordeten Sinti und Roma, unweit dem Reichstag, eskaliert. In einem Brief an Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat der Bildhauer Dani Karavan schwere Vorwürfe erhoben und mit dem Rückzug vom Projekt gedroht. In dem Brief ist von einer "Schande" die Rede. Das Vorhaben stünde am "Scheideweg". Wie Karavans Anwalt, Peter Raue, dem SPIEGEL bestätigte, droht das Scheitern des Projekts. "Der Künstler wird seinen Namen zurückziehen", würden die Arbeiten nicht nach dessen Vorgaben ausgeführt. Raue wirft der Berliner Verwaltung vor, "unhöflich und destruktiv" zu sein. Zwischen Bauherren und Künstler wird sowohl über die verwendeten Baumaterialen als auch über Reisekosten und Honorare gestritten. Einen Termin für die Einweihung gibt es nicht.