Staatsanwaltschaft Augsburg vermutet vier Millionen Euro Vermögen bei Pfahls
Laut Ermittlungsunterlagen vermutet die Staatsanwaltschaft Augsburg, dass der frühere CSU-Politiker Ludwig-Holger Pfahls über ein "Vermögen in Höhe von über vier Millionen Euro" verfügt, das er mit Helfern vor Gläubigern verheimlicht haben soll. Am vergangenen Mittwoch wurden der Ex-Staatssekretär und sechs weitere Beschuldigte verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Bankrott vor. 2005 war Pfahls in der Schreiber-Affäre wegen Vorteilsannahme und Steuerhinterziehung zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Aufgrund des Verfahrens hat Pfahls Verbindlichkeiten in Millionenhöhe, unter anderem gegenüber dem Fiskus. Im September 2007 habe sich Pfahls für mittellos erklärt und die Zahlungen eingestellt, heißt es in den Akten. Dabei habe er ab dem 24. Oktober 2006 gut eine Million Euro über das Konto eines Rechtsanwalts in Süddeutschland in die Immobilienfirma Horn Liegenschaften GmbH in Herzogenaurach fließen lassen. Als "Sicherheit für diese Investition" seien 50 Prozent der Gesellschaftsanteile auf die Ehefrau von Pfahls überschrieben worden.