Neuer Stasi-Verdacht beim MDR - DER SPIEGEL
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Neuer Stasi-Verdacht beim MDR

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Ein weiterer Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) wird von der Birthler-Behörde als ehemaliger Zuträger der Stasi verdächtigt. Aktenfunde belasten den Sportreporter und Wintersportexperten Achim Schröter. Laut Unterlagen der Behörde führte die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA), die für Auslandsspionage zuständige Stasi-Abteilung, Schröter mindestens zwei Jahre lang als Inoffiziellen Mitarbeiter unter dem Deck namen "Sven", Registriernummer XV 338/78. HVA-Oberst Gerhard Poßekel lobte den damaligen Sportreporter des DDR-Fernsehens, weil er seine Auf gaben "in guter Qualität löste". Laut Akte wurde die Zusammenarbeit eingestellt, da Schröters damalige Ehefrau "Kenntnis von seinem Kontakt zum MfS" (Ministerium für Staatssicherheit) erhalten habe und sie sich "konsequent gegen eine solche Tätigkeit ihres Mannes aussprach". Helmut Müller-Enbergs, HVA-Fachmann der Birthler-Behörde: "Nach Aktenlage ist zu schlussfolgern, dass Schröter wissentlich mit dem MfS kooperiert hat." Der Sender habe sich mit den Birthler-Akten sorgfältig befasst, sagt ein MDR-Sprecher, der Personalausschuss des Rundfunkrats habe die Empfehlung ausgesprochen, dass "eine Weiterbeschäftigung zumutbar sei". Schröter war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.